Warum heißt S überhaupt Schwerpunkt?

Hier werden einige physikalische Betrachtungen angestellt und das Hebelgesetz angewandt.

  1. S als Eckenschwerpunkt

    Schwerpunktsbestimmung bei einem Dreieck, an dessen Ecken jeweils gleichgroße Massen befestigt gedacht sind, dessen Fläche aber als masselos angenommen werde:

    Die Ecken seien jeweils mit Massen der Größe 1 (Einheit z.B. 1 kg) belegt.
    Als erstes ersetzt man die Massen bei A und B durch eine Masse der Größe 2 bei M (genau in der Mitte zwischen A und B). Schließlich ersetzt man die Masse der Größe 1 bei C und die Masse der Größe 2 bei M durch eine Masse der Größe 3 an der Stelle der Verbindungsstrecke MC, bei der der Hebel MC gerade im Gleichgewicht ist.
    Das ist an der Stelle S der Fall, an der gilt: MS*2 = SC*1.

    Somit gilt für das Streckenverhältnis MS : SC = 1 : 2.

    Dieser Schwerpunkt befindet sich also gerade auf dem gemeinsamen Schnittpunkt der Seitenhalbierenden (mathematisch gefundener Schwerpunkt).

  2. S als Flächenschwerpunkt

    Auf dem Dreieck ABC sei jetzt eine Masse homogen (d.h. völlig gleichmäßig) verteilt.

  3. S ist (im allgemeinen) nicht der Randstreckenschwerpunkt.

    Jetzt muß man sich die Randstrecken a,b,c von Dreieck ABC als homogene Stangen vorstellen, die eine von ihrer Länge abhängige Masse besitzen. Im Inneren habe Dreieck ABC wieder keine Masse.

    Da man sich die Massen einer Stange (Dreiecksstrecke) in ihrer Mitte vereinigt denken kann, verlagert sich das Problem darauf, wie man den Schwerpunkt dreier verschieden großer Massen (die man sich jetzt auf die Seitenmittelpunkte konzentriert denkt) finden kann.

    Wir brauchen zunächst folgende Vorüberlegung:
    Wo befindet sich der Schwerpunkt zweier Massen, die sich an den Endpunkten einer Strecke s befinden, und deren Größen sich wie zwei gegebene Strecken verhalten?

Begründung:


Diese Prozedur wird jetzt am Dreieck durchgeführt.

Die Massen ma, mb, mc der Seitenstrecken a, b, c denke man sich in den Seitenmittelpunkten vereint.