Das Brachistochronenproblem mit Reibung
Bisher haben wir das Brachistochronenproblem für den Idealfall besprochen, d.h. Reibung spielte überhaupt keine Rolle bei unseren Betrachtungen.
Kommt also Reibung ins Spiel, beginnen wir unsere Rechnung wie folgt:
Für die Gewichtskraft FG und die Reibungskraft FR gilt:
g ex und
FR = - [0;1] ist der sogenannte Reibungskoeffizient.
Setzt man diese Komponenten in Newtons zweites Gesetz ein, ergibt sich:
Mit der Substitution
errechnet sich für die Geschwindigkeit
Für die Gesamtzeit gilt dann wiederum:
Mit der Euler-Lagrange-Gleichung (F4) erweitert sich die Aufgabe nun zu einer Differentialgleichung 2. Grades:
y' ) + 2 ( y - x) y'' = 0Nach mehreren Zeilen Rechnung (mit Hilfe von Substitutionen und partiellen Ableitungen), läßt sich das Problem auf
reduzieren.
C ist eine nicht negative Konstante. Mit Hilfe der Substitution y' = cot(
Das Brachistochronenproblem mit Reibung beschränkt sich selbstverständlich nicht nur auf diese kurze Abhandlung. Die Lösung der Differentialgleichung ist lange nicht so einfach, wie hier beschrieben.
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