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Durch eine geeignete Zentralprojektion des Weg-Zeit-Diagramms
erhalten wir erste Hinweise auf den Verlauf unserer
Verfolgerschicksalslinie k. Diese Projektion liefert uns nämlich
eine gewöhnliche Differentialgleichung erster Ordnung für den
Zentralriß k[c] von k. (Das Anhängsel ,,[c]`` soll im
folgenden die zentralprojizierten Objekte kennzeichnen.)
Die Herleitung der besagten Differentialgleichung erfolgt in zwei
Etappen, die von der Betrachtung im Raum in die Ebene führen.
Beide sind mit Hilfe der Applets gut nachvollziehbar. Dies setzt
natürlich voraus, daß die Konstruktionen, die in den Applets
beschrieben sind, aufmerksam mitverfolgt werden!
| | | Applet:
Zentralprojektion des Weg-Zeit-Diagramms
(I). |
Reduziert man diese im Raum gewonnenen Erkenntnisse auf die
Grundebene , wird ersichtlich, daß der Fluchtpunkt T[c]
der Tangente t an eine beliebige Verfolgerposition P allein mit
Kenntnis der Werte von Q(0), d[c] und konstruiert
werden kann:
Wir betrachten dazu den Zentralriß P[c] der Verfolgerposition
P und verbinden diesen mit Q(0). Im obigen Applet haben wir
eingesehen, daß die dabei entstehende Gerade P[c]Q(0) die
Visierrichtung anzeigt. Nach Vorgabe des Schielwinkelkurvenproblems
erhalten wir aus dieser die Laufrichtung des Verfolgers P', indem
wir die Visierlinie im Punkt P[c] um den Schielwinkel drehen. Ferner haben wir im Applet festgestellt, daß die
Laufrichtung auch durch die Gerade T[c]O' angezeigt wird und der
Punkt T[c] auf dem Distanzkreis d[c] liegt. Wir können deshalb
den Tangentenfluchtpunkt T[c] konstruieren, indem wir die
erhaltene Laufrichtung parallel in den Punkt O' verschieben und
mit dem Distanzkreis d[c] schneiden.
Auf diese Weise wird jedem Punkt P[c] in der Ebene eine
gewisse Fortschreitung t[c]:=P[c]T[c] zugeordnet. Dies und die
oben beschriebene Konstruktion kann nun im Applet nachvollzogen
werden.
| | | Applet:
Zentralprojektion des Weg-Zeit-Diagramms
(II). |
An dieser Stelle sei erwähnt, daß der Ort der Winkelscheitel
offensichtlich ein Kreis ist. Wir werden diese Beobachtung bald aus
mathematischer Sicht bestätigt bekommen.
Aber nun zurück zu unserer gesuchten Verfolgerschicksalslinie k.
Ihr Zentralriß k[c] setzt sich ja aus den soeben betrachteten
Zentralrissen P[c] der Verfolgerpositionen P zusammen. Die aus
den Punkten P[c] konstruierten Fortschreitungen t[c] sind somit
die Tangenten an diese Kurve k[c]. Folglich ist der Zentralriß
k[c] eine Integralkurve des Richtungsfeldes
{P[c],t[c]} und unser Verfolgungsproblem ist vorerst auf das
Lösen einer gewöhnlichen Differentialgleichung erster Ordnung
zurückgeführt.
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