Wir kennen also jetzt den Zentralriß k[c] der gesuchten
Verfolgerschicksalslinie k, der abhängig vom
Geschwindigkeitsverhältnis von Ziel zu Verfolger eine Ellipse,
Parabel oder Hyperbel ist. Die Böschungslinie k verläuft dann
offensichtlich auf dem projizierenden Kegel oder Zylinder
2. Grades K mit dem Zentralprojektionszentrum O
als Spitze und dem Kegelschnitt k[c] als
Basis.
| Applet: Schielwinkelverfolgung
auf dem Trägerkegel ( = 78°, = 3/10). |
Wegen des konstanten Anstiegs der Verfolgerkurve k mit 45 gegen die Grundebene können wir k ermitteln, indem wir die
45 -Böschungslinien der Trägerfläche K bestimmen. Unter
den beiden vom Verfolgerstartpunkt P(0) ausgehenden wählen wir
dann diejenige aus, die den richtigen Schielwinkel besitzt.
Beim Ermitteln der 45 -Böschungslinien wird uns die
Doppelberührung der Trägerfläche K mit dem Böschungsfernkreis
d in den beiden uneigentlichen Punkten U und V behilflich
sein. Diese schlägt sich im Falle eines eigentlichen
Zentralprojektionszentrums O in der Doppelberührung des
Distanzkreises d[c] mit dem Basiskegelschnitt k[c] in den
Zentralrißpunkten U[c] und V[c] nieder.
Zusammenfassend können wir folgenden Satz formulieren:
Satz 5
Die Schielwinkelkurve ist der Grundriß einer Böschungslinie, die
einen Kegel oder Zylinder 2. Grades als
Trägerfläche besitzt. Diese Trägerfläche berührt den
Böschungsfernkreis doppelt und die numerische Exzentrizität
ihres Basiskegelschnitts ist gleich dem Quotienten aus
Zielgeschwindigkeit und Verfolgergeschwindigkeit.
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