Quadratkonstruktion dynamisch
Wir haben hier die Lösungpunkte A,B,C und D konstruiert.
Vorgabe ist dabei, dass man die beiden Kreise k1 und k2 (entlang der gemeinsamen
Verbindungslinie) gegeneinander bewegen kann (bei gleichbleibenden Radien).
Bewegen Sie die (roten) Kreismittelpunkte und erörten Sie, wann es
überhaupt Lösungen geben kann und welche Spezialfälle auftreten.
Experimente mit der Quadrataufgabe:
Wir haben hier mögliche Fragen und Aufgaben für Schüler,
die mit der Quadrataufgabe experimentieren, zusammengestellt.
- Bewege der Kreis k1 frei. Innerhalb welcher Punktmenge muß der
Mittelpunkt M1 liegen, damit es überhaupt Lösungen gibt? Konstruiere
diese Punktmenge auch - mache dir ein dynamisches
Bild und verdeutliche die Grenzen. Ziehe jetzt M1 (und damit k1) entlang
der Strecke T1T2. Beschreibe wieder, wann es Lösungen für das
Quadrat ABCD gibt. Wann nimmt das Quadrat maximale, wann minimale Größe
(=Diagonallänge) an?
- Beim stetigen `Ziehen' von M1 Richtung M2 wird das Quadrat erst geringfügig
größer und dann wieder kleiner. Warum ist das so? Beschreibe
geomtrisch! Wann ist das 'relative Maximum' erreicht? Tip: Konstruiere
dir zunächst einen Punkt L1 auf k1, für den gilt: M1L1 senkrecht
auf M1M2.
- Starte wieder in der Ausgangslage (das GEONET-Logo anklicken!). Gib analoge
Beschreibungen bei der Bewegung von M2 entlang M1M2 bzw. bei Veränderung
der Radien der Kreise k1 bzw. k2 (das kann durch `Ziehen` der Punkte R1
bzw. R2 entlang der Strecke MZ am unteren Bildschirmrand geschehen).
- Betrachte beide
Quadratlösungen zusammen in einer Zeichnung. Können die beiden
Quadrate auch gleichgroß werden?
- Verallgemeinerung: Die grauen Punkte T1 und T2 sind 'Trägerpunkte'
der Verbindungsgeraden M1M2. Man kann damit ihre Lage verändern. Ab
wann treten Außen- und Innenberührungen zwischen den Kreisen
k1 und k2' auf? Spezialisierung: Was geschieht in dem besonderen Fall,
wenn M1M2 senkrecht auf g steht? Beschreibe auch den Spezialfall, daß
k1 und k2 gleichgroße Radien besitzen und betrachte dafür auch
beide
Lösungen zusammen.
- Funktionale Betrachtungsweise: Zeichne (qualitativ - per Hand) eine
Funktion d(x), die die Diagonallänge des Quadrats abhängig vom
Abstand x des Punktes T1 zu M1 darstellt. Zur Probe kann man sich eine
solche Funktion
auch
im 'Spurpunktmodus' zeichnen lassen. Wie ändert sich (qualitativ)
die Funktion, wenn man die Trägergerade T1T2 so weit dreht, daß
sowohl Außen- als auch Innenberührungen vorkommen? Beschreibe
zunächst mit Worten und laß dir dann als Kontrolle den Funktionsgraphen
zeichnen.
- Zeichne
die Funktion d(x) für den Spezialfall 5. bei gleichgroßen
Radien der Kreise k1 und k2. Was vermutet man? Berechne
zur Kontrolle auch d(x) (um einfache Zahlenwerte zu bekommen, nimm
T1T2 als x-Achse, g als y-Achse und gib dir r1=r2=1 vor. Der feste Kreis
k2 habe seinen Mittelpunkt bei (2,0), T1 befinde sich bei (-6,0)). Beschreibe
die Funktion d(x). Warum ist sie an einer Stelle nicht definiert? Argumentiere
geometrisch und rechnerisch. d(x) läßt sich (rein rechnerisch)
an der zunächst nicht definierten Stelle stetig fortsetzen. Wie groß
wäre in diesem Fall das Quadrat? Wieso ist diese stetige Fortsetzung
für die (geometrische) Behandlung des ursprüglichen Problems
nicht sinnvoll?
Zeichne (dynamisch)
alle Quadrate, die in diesem Spezialfall möglich sind. In welchem
Bereich bewegen sich die Diagonaldurchmesser für diesen Fall?
- Betrachte nochmals den Fall, daß M1M2 senkrecht auf g steht.
k1 und k2 sollen jetzt aber unterschiedliche Radien haben. Spezialisiere
(zur Vereinfachung) zunächst, indem du dieselben Voraussetzungen wie
bei 7. wählst, wobei k1 jetzt den Radius 2 habe. Zeichne
und berechne wie in 7. die Funktionsgleichung y=d(x) der Diagonallänge
des Quadrats abhängig vom Abstand x=T1M1. Graue Punkte auf MZ helfen
den richtigen Radius einzustellen. Gib den Definitionsbereich der Funktion
an. Berechne auch die auftretenden Asymptoten. Was fällt auf im Vergleich
zu 7.?
- Rechne
jetzt
allgemein (wie bei 8. aber) mit r1=r (Radius des Kreises k1) - die Verwendung eines Computer-Algebra-Systems
(z.B. DERIVE) ist dazu hilfreich - und zeichne die Funktionenschar
dr(x) für Radius-Werte r=1,2,3,4. Was geschieht,
wenn r<1 gewählt wird? Warum gibt es auf einmal Extremwerte?
Liegen diese immer innerhalb des jeweiligen Definitionsbereichs?
Zeichne ein Bild, das die Funktionenschar
für r-Werte
größer, kleiner und gleich 1 enthält. Interpretiere
es geometrisch. Gehe auch auf die Symmetrie ein. Gib für allgemeines
r den zugehörigen (auf das geometrische Problem bezogenen) Definitionsbereich
von dr(x) an (Fallunterscheidung!). Welche Wertebereiche
treten auf?
- Berechne die relativen Minima der Funktionen dr(x)
aus 9. einerseits mit Hilfe von
geometrischen
Überlegungen , andererseits mit Hilfe der Differentialrechnung
.
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