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Vorgehensweise:
Allgemein kann der Algorithmus für geradzahlige Vielecke in zwei Abschnitte
unterteilt werden. Im Ersten bindet man den ersten Streifen. Im Zweiten verfährt man mit dem zweiten analog,
mit dem Unterschied, dass dieser seitenverkehrt mit dem ersten Streifen verknotet wird.
- Knoten des ersten Streifens:
- Um den ersten Streifen mit sich selbst zu verschlingen, wird er immer nach hinten gebogen.
- Jedes Mal wenn der Papierstreifen nach hinten gebogen wurde, wird das freie Ende über den bereits geknoteten
Anfangsteil des Streifens gelegt.
- Das bedeutet, dass kleine Papierschlaufen entstehen, die sich im Mittelpunkt des Knotens treffen.
- Auf diese Weise werden sich Anfang und Ende des ersten Streifens wieder beim Ausgangspunkt treffen, wenn das
2n-Eck 6, 10, 14, ..., 4k+2 Ecken besitzt, d. h. n ungerade ist. hat das reguläre 2n-Eck allerdings 8, 12,
16, ..., 4k Ecken, ist also n gerade, liegen sich Anfang und Ende des ersten Streifens gegenüber.
- Für ein reguläres 2n-Eck brauchen wir je Drehungen des Papierstreifens, die dann später einer
Seite des regulären 2n-Ecks entsprechen.
- Knoten des zweiten Streifens:
- Der zweite Streifen wird je nachdem, ob n gerade oder ungerade ist, unterschiedlich mit dem ersten Streifen
verknotet. Beim (4k+2)-Eck beginnt man genau gegenüber dem Kreuzungspunkt von Anfang und Ende des ersten Streifens.
Dagegen startet man beim (4k)-Eck am Ausgangspunkt des ersten Streifen.
- Vom Anfangspunkt unabhängig wird der zweite Papierstreifen auf einen Abschnitt des ersten Streifens gelegt
und etwa ab dem Mittelpunkt des künftigen Vielecks hinter alle anderen Streifenteile geschoben. Man beginnt
mit parallel zum letzten Streiffenabschnitt des ersten Streifens.
- Danach wird der zweite Papierstreifen wieder nach vorne gebogen, über den ersten Streifen gelegt und ab
der Mitte des Knotens hinter die anderen Streifenteile geführt.
- Es muss darauf geachtet werden, dass nach jedem Bindevorgang ein Teil des ersten Streifens zwischen zwei Teilen
des zweiten Streifens liegt und umgekehrt.
- Schließlich zieht man vorsichtig an allen Enden der Papierstreifen und drückt den Knoten platt.
Bei dem fertigen Knoten müssen die 2n kongruenten, gleichschenkligen Dreiecke zu sehen sein, aus denen sich
ein reguläres 2n-Eck zusammensetzt.
Auch hier gilt wie bei regulären (2n+1)-Ecken, dass nur 2n-Ecke bis n=5
gut herstellbar sind. Bei n>5 kann das komplexe Papierknäuel nur schwer zu einem regulären Vieleck
geformt werden.
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