| Hippokrates von Kos
(ca. 460 -ca. 370 v.Chr.)
Er ist wesentlich bekannter als sein Zeitgenosse
Hippokrates von Chios.
Er gilt als Begründer der Medizin als Erfahrungswissenschaft auf Grund von Beobachtungen und der Beschreibung der Krankheitssymptome.
Die hippokratische Medizin rückte ganz bewusst von einer religiösen oder magischen Krankheitsauffassung ab und betonte die hohe ethische Verantwortung ärzlichen Handelns. Die ethischen Leitsätze des Hippokrates haben noch immer Gültigkeit, sie dienten dem heutigen Ärztegelöbnis als Vorbild.
Unter seinem Namen sind rund 130 Schriften erhalten; etwa die Hälfte
von ihnen sind spätere Fälschungen, die übrigen bilden
das Corpus Hippocraticum; es enthält die Schriften, die seit
dem 4. Jh. v. Chr. die Handbibliothek der Ärzte bildeten und
den Grundstock zu der heute noch geltenden Terminologie legten;
was davon wirklich von Hippokrates selbst stammt, ist schwer zu
entscheiden.
Wie Chios ist auch Kos eine Insel in der Ägäis, südlich von Samos der Küste vorgelagert. Der auf Chios angebaute Wein soll im Vergleich zu dem von Kos der bessere sein, was natürlich für den guten Geschmack der Mathematiker spricht. |