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The fringe präsentierte
Regie: Hans-Dieter Scholz
The fringe hatte sich ein anspruchsvolles Ziel gesetzt: Mit 39 Schülerinnen und Schülern sollte aus mehreren Sherlock Holmes-Geschichten ein stimmiges Stück montiert werden, wobei Sherlock Holmes ebenso exzentrisch wirken sollte, wie Arthur Conan Doyle ihn beschrieben hat, und wie ihn sich viele aufgrund der zahlreichen Verfilmungen gar nicht vorstellen. Die letzte spektakuläre Verfilmung mit Robert Downey jr. Als Holmes half, viele alte Klischees aufzubrechen, auch wenn sie an manchen Stellen doch mehr als gewöhnungsbedürftig und vielleicht etwas zu weit interpretiert war. Auf alle Fälle wollten wir möglichst nah an der Originalvorlage bleiben und verwendeten dazu vor allem die Kurzgeschichten The Abbey School, A Scandal in Bohemia, The Final Problem, und The Speckled Band. Hauptproblem der Produktion war der Zeitfaktor, da 2011 ein doppelter Abiturjahrgang ist und das erste Abitur bereits im März beginnt. Deshalb musste die Gruppe zwei Monate früher als üblich, schon im Januar aufführen. Das setzte die Gruppe unter großen Druck, vor allem da Januar und Februar bekanntermaßen die Monate mit den höchsten Ausfällen wegen Erkrankungen sind. Ein spektakuläres Bühnenbild sollte her - mehr Licht als Holz, mit Beamern und Leinwänden, und wenigen Requisiten. Moritz Hacker übertraf sich selbst und erfüllte alle Wunschträume des Regisseurs. Dr Ulrike Scholz nähte sich in ihrer raren Freizeit die Finger wund und produzierte 13 Kostüme und Kostümteile im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Ältere Kostüme, die schon vorhanden waren, wurden dazu genommen, einige Gehröcke im Kostümverleih Villa Kunterbunt geliehen. Hans-Dieter Sticht übte mit ausgewählten Teilnehmern Fechten und studierte mit Holmes und Moriarty den tödlichen Endkampf ein, der schwer beeindruckte. Kay Uwe Scholz von der Tanzschule Scholz in Bamberg reiste zweimal an und studierte mit Dr Watson und Miss Beckenham einen Walzer im Stil der Zeit ein - der Aufwand war gigantisch, stressig, und lohnend.
(Der Schatten von Peter Glaser als Sherlock Holmes, aufgenommen durch die Leinwand, auf der sein Wohnzimmer in der Baker Street zu sehen ist.)
Die Produktion fand unter erschwerten Bedingungen statt. Im Januar ist es prinzipiell schwerer, viele Menschen abends ins Theater zu locken. Dennoch waren alle vier Vorstellungen ausverkauft. Klausurtermine bereiteten den Oberstufenschülern Stress, der sich nicht nehmen ließ. Der Regisseur erkrankte nach der Premiere schwer an Lungenentzündung, doch die Gruppe zog die vier Vorstellungen bravourös und souverän durch. Als Regisseur bin ich stolz auf alle Teilnehmer und traurig über den Weggang von 22 Leuten, die wegen des Abiturs dieses Jahr ausscheiden. Wir werden Euch vermissen. Wer das Stück versäumt hat und noch sehen möchte, kann dies auf youtube tun. Moritz Hacker hat eine qualitativ hervorragende Fassung von drei Aufführungen ins Netz gestellt unter http://www.youtube.com/watch?v=JdVQZnF3vSE Hier noch ein paar besonders gelungene Szenenfotos zur Anregung …
Sherlock Holmes im Leichenschauhaus (v.l. Nick Hagemann, Peter Glaser, Jan-Luca Möhrlein, Robert Imhof und Lorenzo Catanese)
Anne Eisenhuth als Irene Adler/Norton während des Streitgespräches zwischen Prof. Moriarty (Valentin Kärner) und Holmes (Peter Glaser)
Die Premierenbesetzung: Moritz Hacker als Dr Watson, Peter Tscheperkow als Holmes, und Trang Nguyen als Irene.
Nadine Wanderer als Lehrerin Miss Beckenham mit der jüngsten Teilnehmerin, Elisabeth Scholz aus der 6. Klasse, die die Schülerin Lady Anne spielte.
Sherlock Holmes im Disput mit Miss Wilder (Sophie Jungermayr), der Sekretärin und unehelichen Tochter des Duke of Holdernesse.
Nick Hagemann als Duke of Holdernesse, der von Prof Moriarty (hier Jan Wissling) und dessen Tochter (hier Lilly Fleischmann) erpresst wird.
Drei ältere Schülerinnen bereiten den Ermittlern auch Probleme (hier Sarah Kübel, Halide Gümüssoy und Amelie Rehorz).
Die Lehrerinnen Miss Carlisle (Alina Wanitzek) und Miss Evans (Hanna Prichodko) sind ebenfalls insgeheim Agentinnen von Moriartys Organisation.
Aber am Schluss steht eine hundertprozentige Lösung mit dem Tod von Professor Moriarty.
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