Grundschule Pegnitz

AG Orff 97/98

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Seit 1993 leite ich die Orff-Gruppe an unserer Schule. Bisher haben sich durchschnittlich etwa 12 Schüler und Schülerinnen aus den dritten und vierten Klassen pro Schuljahr beteiligt, meist sind es mehr Buben. Diese Anzahl hat sich recht gut bewährt, weil ich als Lehrer einigermaßen gut auf jeden Schüler eingehen kann und bei 10-12 Musikern insgesamt schon ein recht voller Klangkörper entsteht. Wir spielen auf dem gebräuchlichen Instrumentarium wie Xylofon, Metallofon, Glockenspiel und verschiedenen Percussionsinstrumenten. Normalerweise präsentieren wir in der Vorweihnachtszeit und im Frühjahr unseren Mitschülern, Eltern und Lehrern ein kleines musikalisches Programm. Bisher haben wir das immer in Zusammenarbeit mit dem Chor, der Flötengruppe und der Theatergruppe gemacht, so dass schon viele bunte und kurzweilige Vorführungen entstanden sind. Im Moment bereiten wir uns auf das Theaterstück "DIE SCHULMÄUSE" vor. Wenn alles klappt, werden wir das auch bei der Schulhauseinweihung im Sommer 1998 zeigen. 

Wie lernen die Kinder auf den Orff-Instrumenten spielen? 

Zu Beginn des Schuljahres steht das Kennenlernen der Instrumente im Vordergrund. Beim Erfinden von Klanggeschichten und Klangrätseln werden Berührungsängste abgebaut und spielerisch die Möglichkeiten der Instrumente ausprobiert. 

Beim Spielen auf den Körperinstrumenten (klatschen, patschen, schnalzen usw.) lernen und üben wir verschiedene Rhythmen, die dann auf die Instrumente übertragen werden. Daraus entwickeln sich einfache Bordunbegleitungen zu Kindermelodien. 

Im nächsten Schritt lernen die Kinder die Rhythmensilben (nach Zoltan Kodaly) kennen. Die Notenwertewerden dabei als Sprechsilben dargestellt: Die Vierschlagnote heißt "ta-ja-ja-ja", die Zweischlagnote "ta-ja", die Einschlagnote "ta", usw. Mit diesem System lernen die Kinder sehr schnell rhythmische Strukturen zu spielen und vom Blatt zu lesen. Das gilt dann auch für Melodien und Begleitsätze, die ich nicht in den üblichen 5 Notenlinien, sondern auf nur einer Linie mit daruntergeschriebenen Tonhöhen notiere. 

Eine Partitur für ein Musikstück sieht bei uns dann so aus (hier sind die ersten acht Takte für die Melodie des "SCHULMÄUSEBOOGIES"): 

Zum Anhören des Boogies bitte auf das Notenbild klicken!!

Das Erstellen von Partituren nach diesem Muster ist natürlich recht zeitaufwendig. Ich würde mich sehr freuen, andere Lehrer kennen zu lernen, die auch so arbeiten und die zu einem Austausch bereit wären. 

Roland Volk, Lehrer

 

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