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Taubmann
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Verdunsten Überall
auf der Erde verdunstet Wasser - aus dem Meer, aus Seen, aus Flüssen und
Bächen, von Pflanzen, Tieren und Menschen. Dabei steigen kleinste
Wasserteilchen unsichtbar auf
und verteilen sich in der Luft. 
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Kondensieren
Wenn kleine Wasserteilchen nach oben steigen, kommen sie in
kühlere Luft und rücken dicht zusammen. Sie verdichten sich zu
Wassertröpfchen und werden sichtbar.

<< zurück Versickern,
abfließen usw. Wenn Regen auf die Erde fällt, dann
kann er im Boden versickern, in Bächen, Flüssen oder Kanälen abfließen, von
Menschen, Tieren oder Pflanzen aufgenommen werden, in Pfützen, Tümpeln und
anderen Gewässern stehen bleiben oder sofort wieder verdunsten. 
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Aus den Wolken können verschiedene Niederschläge fallen:
Regen
Hagel
Schnee
Graupel
Das Wasser kann sich aber auch als Nebel,
Tau oder Reif niederschlagen.
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Regen,
atmosphärischer Niederschlag in flüssiger Form.
Wenn
Wasserdampf abkühlt, entstehen unterhalb einer bestimmten Temperatur, dem so
genannten Taupunkt, durch Kondensation feine Wassertropfen. Diese bilden sich
um Kondensationskerne, das sind z. B. feinste Staubpartikel. Die
Tröpfchen werden normalerweise von der Luftströmung getragen und bilden
Wolken. Wenn sich nun die Tröpfchen miteinander zu größeren und schwereren
Tropfen verbinden und die Tragkraft der Luftströmung übersteigen, fallen sie
als Regen zu Boden. Nach der Größe der Regentropfen unterscheidet man:
Niesel-, Sprüh- oder Staubregen mit Tropfendurchmessern bis
0,7 Millimeter, beim gewöhnlichen oder Landregen beträgt der
Durchmesser bis vier Millimeter, beim Regenschauer oder Wolkenbruch können
die Tropfen bis acht Millimeter groß werden. Größer werden Regentropfen
nicht, da sie ab einer Fallgeschwindigkeit von acht Metern pro Sekunde
zerreißen. Große Regentropfen fallen schneller als kleine. Regen hat
verschiedene Entstehungsursachen. Wenn z. B. erwärmte Luft aufsteigt und
sich wieder abkühlt, kondensiert der Wasserdampf. Der so entstandene Regen
heißt Konvektionsregen. Aus horizontalen Luftströmen fallen Advektionsregen
aus. Wird Luft durch Gebirge zum Aufsteigen gezwungen, kann der Steigungsregen
ausfallen, während der Stauregen an Küsten fällt. Die Luvseite der Gebirge
ist daher oft regenreich, die Leeseite aber trocken. Die Regenmenge wird in
Niederschlagsmessern bestimmt und in Millimeter Wasserhöhe angegeben.
aus: Microsoft
Encarta Enzyklopädie 2001
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Hagel ,
Form des Niederschlags, bestehend aus Eiskörnern mit
konzentrisch-schalenförmigem Aufbau.
Hagelkörner
bilden sich in Cumulonimbuswolken, die typischerweise bei Gewittern auftreten.
Durch die in diesen Wolken vorherrschenden Aufwinde werden unterkühlte
Wassertröpfchen (die Temperatur des Wassers liegt dabei zwar unter dem
Gefrierpunkt, es bleibt aber flüssig – derartiges Wasser ist in der Wolke
feinst verteilt) in höhere und kältere Bereiche der Wolke getragen. Dort
kristallisieren sie um Graupelkörnchen. Diese sinken nun auf Grund ihres
erhöhten Gewichts wieder in tiefere Teile der Wolke, werden durch starke
Aufwinde wiederum emporgerissen usw. Durch mehrfache Auf- und Abbewegung und
wiederholtes Anfrieren von Wasser oder Eis entsteht der schalenförmige Aufbau.
Wenn das Gewicht der Körner die Kraft der Aufwinde übersteigt, fallen die
Hagelkörner zu Boden.
Hagelkörner
haben Durchmesser zwischen 2 und 50 Millimetern, es wurden aber auch schon
vereinzelt Durchmesser bis zu 13 Zentimeter gemessen. Hagelunwetter können
in der Landwirtschaft beträchtliche Schäden bewirken. Die Versuche,
Hagelwolken aus dem Flugzeug oder mit Hilfe von Raketen mit Silberjodid (als
Kondensationskerne) zu „impfen", um sie vor der Hagelbildung abregnen zu
lassen, führen in der Praxis nicht immer zu zufrieden stellenden Ergebnissen.
aus Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001
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Schnee,
Form des festen Niederschlags. Schnee besteht aus Eis- oder Schneekristallen,
die sich in der Atmosphäre bilden, wenn Wasserdampf bei Temperaturen unter dem
Gefrierpunkt in den festen Aggregatszustand übergeht. Diese Kristalle ballen
sich zusammen und fallen als Schneeflocken zur Erde, sofern Temperatur und
Luftfeuchte ein Schmelzen oder Verdampfen verhindern. Bei niedrigen Temperaturen
fallen die Flocken als Pulverschnee, bei höheren Temperaturen haften sie
aneinander und gehen als Pappschnee zu Boden. Aufgrund seiner geringen
Wärmeleitfähigkeit schützt Schnee die von ihm bedeckte Oberfläche vor
Auskühlung.
Natürliche
Schneekristalle treten meist in hexagonalen, daneben auch nadel-, säulen-,
zapfen- oder tellerförmigen Kristallformen auf. Nach der Ablagerung des Schnees
finden in der Schneedecke Umwandlungsprozesse statt. Frisch gefallener Neuschnee
verdichtet sich durch Veränderung der Kristallstruktur der Flocken zu
Altschnee, wodurch die Mächtigkeit der Schneedecke abnimmt. Wenn Altschnee eine
Ablationsperiode überdauert, entsteht Firn. Die große Zahl von
lichtreflektierenden Flächen lässt den Schnee weiß erscheinen. Die Messung
der Schneedecke gestaltet sich wegen der windbedingten Verfrachtung schwieriger
als die quantitative Erfassung von flüssigem Niederschlag.
aus: Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001
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Graupelkörnchen sind halb- oder undurchsichtige
Eisgebilde bis 5mm Durchmesser, die entstehen, indem unterkühlte Tröpfchen auf
Eiskristalle auffrieren.
Wenn dieses Auffrieren mehrfach vonstatten geht entsteht
Hagel.
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Nebel,
Bezeichnung für in bodennahen Luftschichten befindlichen kondensierten
Wasserdampf. In Städten oder Industriegebieten verbindet sich der Nebel oft mit
Abgasen und Rauch zum so genannten Smog.
Allgemein
entsteht Nebel immer durch die Kondensation überschüssigen Wasserdampfes an
Kondensationskeimen. Meteorologisch unterscheidet man vier Kategorien des
Nebels: Advektions-, Strahlungs-, Hoch- und Niederschlags-Nebel.
Advektions-Nebel
entsteht, wenn eine Strömung relativ warmer und feuchter Luft über ein
kälteres Stück Land oder Wasser geführt wird. Diese Art Nebel ist oft im
Winter zu beobachten, wenn eine Schneedecke über dem Boden liegt. Häufig
trifft man sie auch auf dem Ozean an, etwa in der Gegend der Grand Banks
im Nordatlantik, wenn der Wind über den warmen Golfstrom weht und die kalte
Labradorströmung erreicht.
Strahlungs-Nebel
entsteht nur auf dem Land und wird durch die nächtliche Ausstrahlung der Erde
erzeugt. Nachts kühlt die Wassertemperatur relativ langsam ab, die
Landtemperatur aber ziemlich schnell, sie wird kühler als die darüber
befindliche Luft, es bildet sich Nebel. Dieser Nebel ist selten dicht und löst
sich gewöhnlich in den frühen Morgenstunden auf.
Hoch-Nebel
entsteht bei Inversionswetterlage, wenn die Luft durch ihr Steigen und
Expandieren gleichmäßig abgekühlt wird und ein Austausch mit darüber
befindlichen Luftmassen unterbunden ist.
Niederschlags-Nebel
kann während eines Schnee- oder Regensturmes entstehen, wenn der Schnee oder
Regen eine Luftschicht durchquert, die kälter als der Niederschlag ist. Dieser
Nebel bildet sich häufig im Bereich von Kalt- und Warmfronten, wenn die erdnahe
Lufttemperatur sich deutlich von der Temperatur höherer Luftschichten
unterscheidet.
aus Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001
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Tau,
Wasser, das auf kühleren Gegenständen aus dem Wasserdampf wärmerer Luft
kondensiert, insbesondere durch Kondensation entstandener abgesetzter
Niederschlag, der sich während der warmen Jahreszeit in kühlen Nächten
bildet.
Die Luft
kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine maximale Menge Wasserdampf
enthalten. Diese Menge steigt und sinkt mit der Temperatur der Luft. Wenn sich
in der Nacht die Luft abkühlt, und ihre Temperatur unter den Sättigungspunkt
sinkt, kondensiert der überschüssige Wasserdampf auf Oberflächen,
beispielsweise Blättern oder einer Fensterscheibe. Die Temperatur des Gemischs
aus Luft und Wasserdampf, bei der sich Tau bildet, heißt Taupunkt. Wenn der
Taupunkt unter dem Gefrierpunkt liegt, bildet sich Reif.
aus Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001
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Reif siehe Tau
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Beschreibung der Wolkengattungen
Cirrus:
Cirruswolken sind
reine Eiswolken, sie bestehen ausschließlich aus Eis- und
Schneekristallen. Cirren treten als kleine Flecken, Büschel oder in Form
schmaler faden- oder faserförmiger Bänder auf, die geradlinig, unregelmäßig
gebogen oder scheinbar regellos miteinander verflochten sind. Sie sehen
manchmal wie ein Komma aus und enden in Hakenform. Sie erscheinen zart,
weiß, und haben einen seidigen Glanz. Infolge ihrer geringen vertikalen
Ausdehnung weisen sie keine dunklen Schattenstellen auf und meist bleibt
durch sie hindurch der blaue Himmel sichtbar.
Cirrus kann gelegentlich in Flecken auftreten, die schwach grau aussehen,
die die Sonne verschleiern, ihre Umrisse undeutlich werden lassen oder
sogar verdecken. Seltener erscheint der Cirrus in Gestalt von isolierten,
kleinen, runden Büscheln mit Schleppen oder als kleine abgerundete Türmchen
oder Zinnen, die aus einer gemeinsamen Basis herauswachsen.
Steht die Sonne in Horizontnähe, wirkt Cirrus weißlich, während tiefere
Wolken einen gelben oder orangenen Farbton annehmen. Sinkt die Sonne unter
den Horizont, färbt sich der hoch am Himmel stehende Cirrus gelb, dann
rosa, rot und zuletzt grau. Cirrus in Horizontnähe hat häufig eine
gelbliche oder orangene Farbtönung, die bei tiefer stehenden Wolken
weniger ausgeprägt ist. Häufig kommt es zu Haloerscheinungen, allerdings
erscheinen wegen der geringen Ausdehnung der Wolken die kreisförmigen
Halos kaum als geschlossener Ring.
Vielfach kündet Cirrus vom Herannahen einer Warmfront, doch ist dies kein
eindeutiges Kriterium, denn auch in einem ausgedehnten Hochdruckgebiet
stehen oft Cirren, Schönwettercirren, am Himmel.
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Cirrocumulus:
Cirrocumulus besteht
fast ausschließlich aus Eiskristallen, stark unterkühlte Wassertröpfchen
verschwinden meist rasch zugunsten der Eiskristalle. Cirrocumulus zeigt
sich in dünnen, weißen Flecken, Feldern oder Schichten von Wolken ohne
Eigenschatten, mehr oder weniger regelmäßig angeordnet. Diese sind sehr
klein, körnig oder gerippelt und isoliert, die Wolkenteile können aber
auch miteinander verwachsen. Die einzelnen Wolkenelement haben meist
weniger als 1 Grad Breite. Cirrocumulus tritt vielfach in mehr oder
weniger ausgedehnten Feldern mit ausgefransten Rändern auf, aber auch in
linsen- oder mandelförmigen Bänken, häufig langgestreckt und mit scharf
ausgeprägten Umrissen. Die Felder sind häufig in 1 oder 2 Wellensystemen
angeordnet. Gelegentlich erkennt man in den Cirrocumulusfeldern mehr oder
weniger regelmäßig verteilte kleine, runde Lücken mit vielfach
ausgefransten Rändern, die an ein Netz oder eine Honigwabe erinnern. Die
Einzelteile der Wolken bestehen manchmal aus sehr kleinen, unten
zerfetzten Büscheln, oder weisen sehr kleine turmartige Quellungen auf,
die aus einer gemeinsamen horizontalen Basis herauswachsen. Cirrocumulus
ist durchscheinend und läßt stets die Stellung von Sonne und Mond
erkennen. Bisweilen kommt es zur Corona-Bildung und zum Irisieren.
Die Bezeichnung Cirrocumulus (auch kleine Schäfchenwolken) weist darauf
hin, daß in der Bildungshöhe relativ starke vertikale Bewegungsvorgänge
auftreten. Der Cirrocumulus läßt sich verhältnismäßig selten
beobachten.
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Cirrostratus:
Auch der
Cirrostratus besteht hauptsächlich aus Eiskristallen. Er ist
durchscheinend und erscheint als weißlicher Wolkenschleier mit faserigem,
haarähnlichem oder glattem Aussehen. Der Himmel ist ganz oder teilweise
bedeckt und im allgemeinen sind Haloerscheinungen zu beobachten.
Cirrostratus bildet sich, wenn ausgedehnte Luftschichten langsam gehoben
werden. Als Aufzugsbewölkung kündet er vom Herannahen einer Warmfront,
er nimmt rasch zu und kann in kurzer Zeit den ganzen Himmel überziehen.
In der Cirrostratusbewölkung treten dünne Streifenbildungen auf oder sie
sieht wie ein nebelartiger Schleier aus. Der Rand ist manchmal scharf
abgegrenzt, meist aber cirrusartig ausgefranst. Die Sonne verschwindet nie
vollständig hinter der Bewölkung, so daß am Erdboden befindliche
Gegenstände stets einen Schatten werfen. Der Wolkenschleier kann
gelegentlich so dünn sein, daß nur durch auftretende Haloerscheinungen
auf sein Vorhandensein geschlossen werden kann. Halos entstehen durch
Lichtbrechung an den Eiskristallen der Wolken. Es erscheint ein weißer,
gelegentlich auch farbiger Ring um Sonne oder Mond im Abstand von 22 Grad
von den Gestirnen, der mehr oder weniger vollständig ausgebildet ist. An
den inneren Ring grenzen manchmal noch äußere, die zu einer Verstärkung
der Leuchterscheinungen in den Berührungspunkten führen und je nach Lage
als Ober-, Unter- oder Nebensonne bezeichnet werden. Daneben treten in
selteneren Fällen noch Ringe in einem größeren Abstand von der Sonne
auf oder auch vertikal orientierte Ringe, die bei geeineten Bedingungen zu
einem mannigfaltigen und farbenprächtigen Schauspiel am Himmel führen.
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Altocumulus:
Der Altocumulus
besteht überwiegend bzw. fast immer aus Wassertröpfchen, nur bei sehr
niedrigen Temperaturen kommen auch Eiskristalle vor. Er erscheint als weiße
und/oder graue Flecken, Felder oder Schichten, die im allgemeinen einen
Eigenschatten haben. Diese bestehen aus schuppenartigen Teilen, Ballen
oder Walzen und sehen manchmal zum Teil faserig oder diffus aus oder sind
zusammengewachsen. Die regelmäßig angeordneten kleinen Wolkenteile haben
eine Breite von 1-5 Grad.
Die meist ausgedehnten Felder der einzelnen Wolkenteile haben die Form
langgestreckter, paralleler Walzen, die durch scharf begrenzte, wolkenlose
Bahnen voneinander getrennt sind. Sehr selten beobachtet man auch kleine,
mehr oder weniger regelmäßig verteilte und mit fransenartigen Rändern
versehene Lücken, die das Aussehen eines Netzes oder einer Honigwabe
hervorrufen. Die Wolkenfelder kommen häufig gleichzeitig in zwei oder
mehr Höhen vor. Der Altocumulus zeigt sich oft auch in Form linsen- oder
mandelförmiger Bänke, sehr langgestreckt und mit deutlich ausgeprägten
Umrissen. Diese bestehen entweder aus kleinen, nebeneinander liegenden
Wolkenteilen oder aus einer einzigen mehr oder weniger glatt aussehenden
Wolke mit deutlichem Eigenschatten. Seltener erscheint der Altocumulus als
kleine, isolierte Büschel, deren untere Teile etwas zerfranst sind und häufig
faserige Schleppen haben oder als eine Reihe von Türmchen oder
turmartigen Quellungen mit einer gemeinsamen horizontalen Basis. Er kann
eine unebene Unterseite aufweisen, gegen die sich einzelne Wolkenteile
dann deutlich reliefartig abheben. Fast stets tritt Eigenschatten auf.
Bei Altocumulus ist die Stellung der Sonne zu sehen, er kann diese aber
genauso völlig verdecken. Koronabildung (Kränze) oder Irisieren sind häufig.
Die Kränze präsentieren sich als farbige Ringe in den Farben des
Regenbogens (rot außen) und liegen dem Rand des Gestirns unmittelbar an.
Sie entstehen durch Beugung der Lichtstrahlen an den Wassertröpfchen.
Altocumulus (grobe Schäfchenwolken) entsteht meist am Rande einer
ausgedehnten Luftschicht bei Hebung oder auch bei Turbulenz (Konvektion)
im mittleren Wolkenstockwerk - das Auftreten von Quellformen deutet darauf
hin, daß der horinzontalen Luftströmung vertikale Bewegungskomponenten
zur Seite stehen.
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Altostratus:
Altostratus besteht
aus Eiskristallen und Wassertröpfchen, auch Regentropfen und
Schneeflocken sind vorhanden. Beim Altostratus handelt es sich um graue
oder bläuliche Wolkenfelder oder -schichten von streifigem, faserigem
oder einförmigem Aussehen, die den Himmel ganz oder teilweise bedecken.
Sie sind stellenweise gerade so dünn, daß die Sonne wenigstens schwach
wie durch Mattglas hindurchscheinen kann. Die dickeren Teile verdecken die
Sonne völlig. Es treten keine Haloerscheinungen auf. Altostratus hat
zumeist eine große horizontale Ausdehnung (mehrere 100 km) und eine
ziemlich beträchtliche vertikale Erstreckung (mehrere 1000 m). Oft tritt
er in zwei oder mehreren übereinanderliegenden Schichten auf, die
bisweilen miteinander verwachsen sein können und nur eine geringe Höhendifferenz
haben. Gelegentlich beobachtet man Wellenbildung oder breite, parallele Bänder.
Niederschlag kann in Form von Fallstreifen (virga) fallen, die von der
Wolkenuntergrenze herabhängen, und der Wolke manchmal ein warzenartiges
oder zerrissenes Aussehen geben. Wenn der Niederschlag den Boden erreicht,
handelt es sich meist um Dauerniederschlag von Schnee, Regen, Eiskörnern
oder Frostgraupeln.
In Form kleiner Fetzen (pannus) hängen oft Wolken unter der
Altostratusbewölkung, wenn die tieferliegenden turbulenten Schichten
infolge Verdunstung von Niederschlag mit Feuchte angereichert sind. Die
pannus-Wolken sind anfangs sehr klein und haben einen beträchtlichen
Abstand zur Altostratusunterseite, später, bei zunehmender Mächtigkeit
des Altostratus und Absinken seiner Untergrenze wird der Abstand geringer,
die pannus-Wolken größer und zahlreicher und können zu einer fast
zusammenhängenden Schicht verschmelzen.
Altostratus bildet sich bei langsamer Hebung ausgedehnter Luftschichten in
genügend große Höhen. Farbige Höfe, die gelegentlich um die als
Scheibe sichtbare Sonne (oder Mond) auftreten, sind ein Kennzeichen dafür,
daß der Altostratus keine Eiswolke ist und somit nicht dem Cirrusniveau
angehört. Die Höfe sind Folge von Beugungserscheinungen der Lichstrahlen
an den Wassertröpfchen.
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Stratocumulus:
Stratocumulus
besteht aus Wassertröpfchen, manchmal sind gleichzeitig Regentropfen oder
Reifgraupeln, seltener auch Schneekristalle und Schneeflocken vorhanden.
Diese Wolkenart tritt in grauen und/oder weißlichen Flecken, Feldern oder
Schichten auf und hat fast stets dunkle Stellen. Sie besteht aus
mosaikartigen Schollen oder Ballen und Walzen. Die Wolkenteile sind nicht
faserig und können zusammengewachsen sein. Die regelmäßig angeordneten
Wolkenteile haben eine Breite von mehr als 5 Grad. Stratocumulus tritt häufig
in zwei oder mehreren Höhenlagen gleichzeitig auf.
Beim Stratocumulus variieren Größe, Mächtigkeit und Gestalt sehr stark.
Bisweilen kommen einzelne Wolkenteile in parallelen Walzen vor, die durch
wolkenfreie Streifen voneinander getrennt sind, gelegentlich (vor allem in
den Tropen) sieht man auch nur eine einzige große Walze (Walzenwolke).
Sehr selten geben mehr oder weniger regelmäßig verteilte runde Lücken
mit zumeist ausgefransten Rändern der Wolke das Aussehen eines Netzes
oder einer Honigwabe. Ebenfalls selten sieht man diese Wolkenart in Form
langgestrecter linsen- oder mandelförmiger Bänke mit deutlich
abgegrenzten Umrissen oder in Form von Türmchen, die aus einer
gemeinsamen horizontalen Basis herauswachsen. Die Lichtdurchlässigkeit
zeigt beträchtliche Unterschiede. An manchen Partien ist die Wolke so dünn,
daß die Stellung der Sonne erkennbar bleibt, in anderen Fällen wird die
Sonne vollkommen verdeckt. Dunkle Stratocumulus-Schichten haben oft eine
unregelmäßige Unterseite, gegen die sich einzelne Wolkenteile deutlich
reliefartig abheben. Manchmal fällt Niederschlag in Form von Regen,
Schnee oder Reifgraupeln; bei kaltem Wetter kann virga-Bildung aus
Eiskristallen auftreten, an denen dann Haloerscheinungen sichtbar werden.
Ist der Stratocumulus nicht sehr mächtig, kommt es gelegentlich zur
Korona-Bildung oder zum Irisieren.
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Stratus:
Stratus besteht aus
kleinen Wassertröpfchen, bei niedrigen Temperaturen auch aus kleinen
Eisteilchen; ist der Stratus dicht oder dick, enthält er oft Sprühregentröpfchen,
manchmal Eisprismen oder Schneegriesel. Beim Stratus sehen wir eine
nebelartige, durchgehend graue und ziemlich einförmige Schicht. Die
Untergrenze liegt häufig so tief, daß die oberen Partien niedriger Hügel
oder hoher Bauwerke bereits von den Wolken eingehüllt werden. (Im
Beispielbild ragen die höheren Geländeteile schon wieder aus der
Stratus-Schicht heraus). Die Unterseite ist meist klar abgegrenzt und kann
Wellenformen aufweisen. Stratus erscheint bisweilen in Form von Teilwolken
verschiedener Größe und Helligkeit, die mehr oder weniger zusammenhängen,
auch in Form von Fetzen oder zerfetzten Schwaden, die ihre Gestalt rasch
ändern. Ist der Stratus dünn, so bleiben die Umrisse von Sonne oder Mond
klar erkennbar, gelegentlich tritt Korona-Bildung auf, bei sehr niedrigen
Temperaturen unter Umstände auch Halo-Erscheinungen; meist aber verdeckt
er die Gestirne, erscheint dunkel oder sogar drohend. Niederschlag fällt
als Sprühregen, Schnee oder Schneegriesel.
Stratus kann im Zusammenhang von Aufgleiterscheinungen entstehen, z.B. im
Wirkungsbereich einer Warmfront, oder als Folge von Strahlungsvorgängen.
Dann bleibt die vertikale Mächtigkeit zwar gering, er kann sich dafür
bei manchen Wetterlagen (z.B. winterlichem Hochdruck) sehr lange halten.
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Nimbostratus:
Nimbostratus besteht
aus manchmal unterkühlten Wassertröpfchen und Regentropfen, aus
Schneekristallen und Schneeflocken oder aus einer Mischung der flüssigen
und festen Teilchen. Nimbostratus präsentiert sich als eine ausgedehnte,
tiefliegende, graue und häufig dunkle Wolkenschicht mit vielfach diffuser
Unterseite. Ihre vertikale Mächtigkeit ist so groß, daß die Sonne nie
sichtbar wird, sie reicht vom tiefen Wolkenniveau bis hinauf in das
mittlere. Es fällt anhaltender Niederschlag (Regenwolken) in Form von
Regen, Schnee, Eiskörnern oder Frostgraupeln, der den Erdboden nicht
unbedingt erreichen braucht. An oder unter der Nimbostratus-Decke bilden
sich häufig tieferliegende zerfetzte Wolken (pannus), die ihre Gestalt
rasch ändern und den Nimbostratus ganz oder teilweise verdecken. Sie
entstehen als Folge des Niederschlags und verdanken ihre Entstehung der
Verdunstung und Wiederkondensation des gefallenenen Niederschlags bei
Turbulentzerscheinungen in der untersten Luftschicht. Der pannus bildet
sich zunächst als isolierte Einzelwolken und kann später zu einer
zusammenhängenden Schicht verschmelzen, weite Teile des Himmels bedecken
und dann mit der Unterseite der eigentlichen Nimbostratus-Bewölkung
verwechselt werden.
Nimbostratus entsteht bei Hebung ausgedehnter Luftschichten in genügend
große Höhen.
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Cumulus:
Cumuli bestehen
hauptsächlich aus Wassertröpfchen, darauf weisen auch die im allgemeinen
gut ausgeprägten Umrißformen hin; Eiskristalle kommen nur in den Teilen
der Wolken vor, in denen die Temperatur deutlich unter 0 Grad liegt.
Cumuluswolken sind isolierte, durchweg dichte und scharf abgegrenzte
Wolken, die sich in der Vertikalen in Form von Hügeln, Kuppeln und Türmen
entwickeln. Die von der Sonne beschienenen Teile erscheinen meist
leuchtend weiß. Ihre Untergrenze ist verhältnismäßig dunkel und verläuft
fast horizontal. Man beobachtet häufig mehrere Entwicklungsstadien
gleichzeitig. Wolken von einer geringen vertikalen Ausdehnung sind meist
abgeflacht, die mit einer mäßigen vertikalen Erstreckung weisen kleine
Aufquellungen und emporschießende Teile auf wärend die quellförmigen
Oberteile großer und mächtiger Cumuli wie ein Blumenkohl aussehen. Die Ränder
eines Cumulus erscheinen manchmal stark zerfetzt, und die Umrisse verändern
sich ständig und rasch. Cumuluswolken organisieren sich manchmal in
Reihen (Wolkenstraßen), die fast parallel zur Windrichtung liegen;
vertikal sind die Cumuli dann gewöhnlich mäßig entwickelt. Im
allgemeinen bringt ein Cumulus keinen Niederschlag (Schönwetter-Haufenwolken),
lediglich wenn er bis ins mittelhohe Niveau hinaufreicht und sich schon im
Übergang zu einem Cumulonimbus befindet, kann es einen leichten Schauer
geben.
Cumuli verdanken ihre Entstehung Konvektionsströmen, die sich bei einem
entsprechend starken vertikalen Temperaturgradienten in unteren Schichten
ausbilden. Die notwendigen Temperaturgradienten kommen zustande bei
starker Erwärmung der Erdoberfläche durch die Sonneneinstrahlung oder
durch fortgesetzte Erwärmung der unteren Schichten einer Kaltluftmasse
beim Überströmen einer wärmeren Unterlage.
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Cumulonimbus:
Ein Cumulonimbus
besteht aus Wassertröpfchen und aus Eiskristallen, die besonders im
oberen Teil vorkommen. Daneben enthält er große Regentropfen und häufig
Schneeflocken, Reifgraupeln, Eiskörner und Hagelkörner. Die Wasser- und
Regentropfen sind oft erheblich unterkühlt. Der Cumulonimbus erscheint
als massige, dichte Wolke von beträchtlicher horizontaler und vertikaler
Ausdehnung und erinnert mit seiner Form an einen hohen Berg oder einen mächtigen
Turm. Die Ausmaße sind so groß, daß seine charakteristische Form sich
dem Beobachter erst aus beträchtlicher Entfernung erschließt. Er reicht
durch alle Wolkenstockwerke hindurch. Unter der sehr dunklen
Wolkenuntergrenze befinden sich oft niedrige, zerfetzte Wolken (pannus),
die mit der Hauptwolke zusammengewachsen sein können. Am Gipfel eines
Cumulonimbus, der sich aus einem Cumulus weiterentwickelt, zeigen sich
anfangs rundliche Quellungen, obwohl gerade seine oberen Teile die
scharfen Umrisse bereits verlieren. Später kommt es zur völligen
Umbildung des oberen Wolkenabschnittes in eine faserige, streifige
Wolkenmasse, die oft wie ein Amboß aussieht. Bei sehr niedrigen
Temperaturen kann die faserige Struktur vielfach den gesamten Wolkenkörper
erfassen. Cumulonimben treten einzeln auf oder erscheinen
aneinandergereiht wie eine riesige Mauer. Steht der Cumulonimbus über dem
Beobachter, so sind die oberen Wolkenteile durch die ausgedehnte
Unterseite oder niedrige Wolkenfetzen (pannus) nicht mehr erkennbar.
Manchmal wächst ein Cumulonimbus mit Altostratus oder Nimbostratus
zusammen oder entwickelt sich inmitten dieser Wolken.
Der Eindruck, den ein Cumulonimbus (Gewitterwolke) vermittelt, ist meist
ein unheilvoller. Dazu tragen Donner, Blitz, kräftige Regen-, Schnee- und
Hagelschauer sowie Sturm- und Orkanböen bei. Begleiterscheinungen wie hängende
Quellformen (mamma) und in selteneren Fällen Tuba-Bildung steigern diesen
Eindruck noch.
Der Cumulonimbus geht aus fortgesetzten Umbildungsvorgängen aus gut und
kräftig entwickelten Cumuli hervor. Deshalb sind die Bedingungen, die zu
großen Cumuli führen, auch für die Bildung von Cumulonimben günstig.
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aus:
http://www.wolkenatlas.de/wolken/descr.htm
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