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Kunstunterricht einmal anders: Im Juli 2002 errichtet die Klasse 3b mit ihrer Kunstlehrerin Martina Werner auf dem Dachboden der Grundschule Pegnitz ein Atelier, um darin großformatige, spritzig bunte Kunstwerke im Stil der Künstlerin Niki de Saint Phalle zu gestalten.

Wer war Niki de Saint Phalle?

Was sind Schießbilder?

Was sind Plastiken?

Wie hat sich die Klasse 3b über die Künstlerin informiert?

Was hat die Klasse 3b im Atelier gemacht?

Was sagen die Kinder der 3b über ihr Projekt?

Bildergalerie

 

Wer war Niki de Saint Phalle?

Niki de Saint Phalle war eine Künstlerin, die durch ihre Schießbilder, Plastiken, Bemalungen, Lampen, Filme, Brunnen, Gärten und ihren Schmuck bekannt wurde. Ihre Werke kann man heute noch an vielen Orten der Welt bestaunen. Niki de Saint Phalle wurde am 29.10.1930 geboren und starb am 21. Mai 2002.

 

Was sind Schießbilder?

Schießbilder sind eine künstlerische Technik, die Niki de Saint Phalle "erfunden" hat: Auf Holzplatten werden Gegenstände befestigt und mit Gips bedeckt. Anschließend werden Farbbeutel auf den Gips gelegt und noch einmal mit Gips überdeckt. Nach dem Trocknen wird das Bild aufgestellt und darauf geschossen. Die Farbe läuft aus dem Gips und das „Bild“ verändert sich.

 

Was sind Plastiken?

Plastiken heißen auch Skulpturen. Plastiken oder Skulpturen sind mit den Händen abtastbar. Ein Künstler macht Plastiken aus Stein, Bronze, Ton, Holz oder Gips. Nikis Plastiken sind meistens Figuren aus Draht, Pappmache, Zement, Metall und stehen frei im Raum. Besonders bekannt sind Nikis Nana-Puppen, große bunt bemalte weibliche Figuren.

Wie hat sich die Klasse 3b über die Künstlerin informiert?

Zur Vorbereitung des Projektes hat die  Kunstlehrerin der Klasse 3b eine multimediale Präsentation über Niki de Saint Phalle auf CD-ROM erstellt. Im Computerraum der Grundschule Pegnitz konnten die Schüler ausgiebig darin stöbern und ihre Ergebnisse anschließend auf einem Arbeitsblatt festhalten. Zusätzlich lagen Kunstbildbände über die Künstlerin bereit.

Was hat die Klasse 3b im Atelier gemacht?

Im Dachboden der Grundschule wurden  schützende Folien angetackert, Lampen, Stellagen, Arbeitstische und Material bereitgestellt. In diesem großräumigen Atelier konnten die Kinder an ihren eigenen Werken arbeiten: Sie stellten selbst Schießbilder und Nana-Puppen her, die auch auf unserer Bildergalerie zu bewundern sind.

Was sagen die Kinder der 3b über ihr Projekt?

Ich fand es schön, dass wir mit den Spritzpistolen spritzen durften. Mir hat gefallen, dass wir einmal einen anderen Unterricht gemacht haben. Es war toll, wie wir die NANA-Puppen aus Pappmache gemacht haben. Außerdem war es klasse, dass wir miteinander gearbeitet haben und nicht jeder für sich. Es war interessant zu sehen, was man aus Schrott oder Abfällen herstellen kann. Mir gefiel der Kunstunterricht besser, als immer nur Malen.

von Andreas, Klasse 3b

Mir hat gefallen, dass unsere Klasse und Frau Werner am Dachboden der Schule ein Atelier einrichten durften, um die Künstlerin Niki de Saint Phalle näher kennen zu lernen. Die Nanapuppen haben mir am besten gefallen, weil sie jeder anders gemacht hat. Die eine Nanapuppe saß, die andere lag, die eine war etwas dicker und die andere etwas dünner. Und die Schießbilder erst, weil wir auf eingegipste Sachen schießen durften. Wir mussten sehr aufpassen, dass wir nicht daneben schossen. Jeder durfte sich eine Farbe aussuchen. Ich habe Gelb genommen.

von Julia, Klasse 3b

 

Wenn ich ein eigenes Schießbild machen müsste, würde ich folgende Gegenstände eingipsen: Die Fliese, weil ich dort mit nassen Füßen ausgerutscht bin und auf den Rücken gefallen bin. Den Wäscheständer, weil ich mir den Finger eingeklemmt habe. Einen Teller und eine Tasse, weil ich nie Lust habe, den Tisch abzuräumen. Die Shampooflasche, weil ich keine Lust zum Haarewaschen habe.

von Annemone, 3b

Mit haben die Nanas am besten gefallen, weil sie so dick und bunt sind und manche auf dem Kopf stehen. In dieser Woche bastelten wir selbst eine Nana Puppe, die sehr lustig geworden ist. Viel Spaß hatten wir auch mit den Schießbildern, denn wir durften mit den Wasserpistolen Farbe auf unserer eingegipsten Dinge spritzen. Das war vielleicht lustig! Das Kunstprojekt machte allen sehr viel Spaß und wir hoffen, dass Frau Werner im nächsten Jahr wieder so eine tolle Idee hat. Es ist nämlich sehr schön ein Künstler zu sein.

von Maximilian, Klasse 3b

- Ich möchte mein Bett eingipsen, weil da immer die Latte runter kracht!

- Ich möchte meine Haare eingipsen, weil ich zu faul bin sie zu kämmen!

- Ich möchte meine Barbie eingipsen, weil da die Beine immer abgehen.

- Ich täte mein Gehirn eingipsen, weil ich immer alles vergesse!

Ich würde eine Steinbank eingipsen, weil ich vor fünf Jahren im Urlaub war, und da sind wir spazieren gegangen. Dann musste ich pinkeln. Hinter einer Steinbank war ein Busch. Ich wollte über die Steinbank drüber springen. Aber da geschah es. Ich rutschte aus und habe mir das ganze Schienbein aufgeschürft. Dann habe ich geweint. Darum will ich eine Steinbank eingipsen! Ich würde einen Stoffesel eingipsen, denn als ich mit meinem Freund Verstecken spielte, wollt ich ihn im Eselsgehege suchen. Ich suchte und suchte, doch ich fand ihn nicht. Dann dachte ich mir: "Der taucht schon wieder auf!" Ich streichelte einen Esel. Da schubste mich ein Esel hin. Da er aus Rumänien kam, dachte er wahrscheinlich ich sei ein Wolf, denn in Rumänien gibt es viele Wölfe. Er bekam Angst und biss mich. Deshalb würde ich einen Esel eingipsen. Und der Esel würde wahrscheinlich einen Wolf eingipsen!

Bildergalerie der Klasse 3b

Unsere "Nanas" aus Pappmache liegen auf dem Dachboden. Nach dem Trocknen werden sie bunt bemalt.

 

Wir haben mitgebrachte Gegenstände auf eine Holzplatte getackert und eingegipst. Nach dem Trocknen wird das Bild mit Farbe beschossen.

 

Ein fertiges Schießbild!

Texte und Bilder: Martina Werner (LAA) und Klasse 3b

Internetbearbeitung: Roland Volk, Betreuungslehrer

 

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