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Trigonometrische Funktionen
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Geschichtliches zur Trigonometrie |
2. Geschichtliches zur Trigonometrie
Die Trigonometrie hat sich nur langsam zu dem entwickelt, was sie heute ist, und wo sie heute in der
Astronomie, Geodäsie (Vermessungskunde), Technik, Physik und Mathematik gebraucht wird. Ihre Ursprünge liegen in den Architekturproblemen,
wie dem Maurer die Neigung einer Gebäudemauer angegeben werden kann, und ferner in dem geometrischen Problem
der Berechung einer Kreissehne.
2000 v. Chr. beschäftigten sich bereits die Babylonier mit diesen Problemen. Sie kannten den Winkelbegriff
noch nicht, und bestimmten daher die Steigung oder Böschung einer schiefen Wand durch den sogenannten
Rücksprung. Es wird
als Längeneinheit (LE) bezeichnet, so daß
den
`Böschungswert' - also den
- angibt:
als Längeneinheit gewählt, s. d. der Böschungswert
war.
Erst bei den Indern (500-1200) traten bei der Berechnung von Halbsehnen Beziehungen in der Form
Diese Beziehungen wurden von den Arabern (700-1300) aufgenommen und weiterentwickelt. Sie berechneten sin, tan,
im rechtwinkligen Dreieck und entwickelten den Sinussatz.
Die lateiniesche Bezeichnung `sinus' (Bucht, Busen) beruht auf einer Verwechslung des arabischen `dschaib' = Herz oder Busen mit der ursprünglichen indischen Bezeichnung `dschiba' = Sehne.
Von Westarabien kam die neue Lehre über Spanien ins Abendland. 1462 gibt REGIOMONTANUS (1436-1476) eine Sinus- und
Tangenstafel an und führte erste Berechnungen durch:
Der französische Mathematiker VIETA (1540,1603) begründete den Kosinussatz.
LEONHARD EULER (1707-1783) führte die Symbole sin, cos, tan, cot ein.