Reflexionen über Lehrerfortbildung

 


Peter Baptist, Bayreuth



``Neuere Erfindungen von Wichtigkeit'', forderte Mitte des 19. Jahrhunderts
Johann A. GRUNERT (1797 - 1872), der Gründer und Herausgeber der Zeitschrift Archiv der Mathematik und Physik, ``sollen so elementar, wie es nur immer die Natur des Gegenstandes gestattet, dem größeren mathematischen Publikum so schleunigst als möglich vor Augen geführt werden'', so daß es dadurch ``in den Stand gesetzt wird, sich auf eine möglichst leichte und bequeme Weise fortwährend auf der Höhe der Wissenschaft zu erhalten''. Diese Aufgabe bildet auch über 150 Jahre später noch immer einen wesentlichen, aber bei weitem nicht alleinigen Bestandteil von Fortbildungsveranstaltungen. Denn im Beruf stehende Lehrer haben meist nicht die Zeit und die Möglichkeiten, sich eigenständig mit neueren Entwicklungen zu befassen. Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts, Korrekturen sowie Verwaltungstätigkeiten beanspruchen sie voll und ganz. Eine Beschäftigung mit Mathematik über den unmittelbaren Lehrstoff hinaus sowie Reflexionen über alltägliches Unterrichtsgeschehen finden selten statt.

Zielsetzungen

 

So unterschiedlich die einzelnen Institutionen sind, die sich der Fortbildung annehmen, so unterschiedlich sind auch deren Ansätze und Zielsetzungen. Ein gemeinsames zentrales Anliegen sollte die Diskussion fachlicher und methodischer sowie didaktischer Fragestellungen sein. Wichtiges Ziel ist dabei, das Interesse und die Freude der Lehrerinnen und Lehrer an der Mathematik und an ihrem Beruf zu erhalten und zu fördern.

 

Zunächst geht es um Beziehungen des im Beruf stehenden Lehrers zu seiner Fachwissenschaft. Kolloquien an Universitäten können Informationen und Anregungen liefern, ein Diskussionsforum schaffen. Thesenartig lassen sich deren Zielsetzungen folgendermaßen beschreiben:
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Gelegenheit geben, sich mit mathematischen Fragestellungen zu befassen, die nicht mit dem üblichem Schulstoff zusammenhängen.
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Entwicklungen und Tendenzen aufzeigen, die für den Unterricht interessant und wichtig sein können.
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Forschungsgebiete vorstellen und deren Bedeutung erläutern.
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Mathematisches Hintergrundwissen auffrischen bzw. ergänzen.
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Anregungen für den Unterricht geben.
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Kontakte zwischen Schulen und Universitäten intensivieren.

 

Diese Veranstaltungen können und sollen auf den Unterricht indirekt und direkt einwirken. Der indirekte Effekt besteht darin, daß die Beschäftigung mit mathematischen Fragestellungen das Interesse am eigenen Fach steigert. Ein an seinem Fach interessierter Lehrer versteht es, anregend zu unterrichten; und die Qualität des Unterrichts hängt in erster Linie von der Persönlichkeit des Lehrers ab. Eine regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ermöglicht es, die im Studium erworbene fundierte Ausbildung zu ergänzen und zu erweitern. Für einen engagierten Lehrer endet die Beschäftigung mit dem studierten Fach nicht mit dem Verlassen der Universität.

 

Bei derartigen Veranstaltungen sind Hochschullehrer allerdings auch didaktisch gefordert, denn sie dürfen für die Lehrerfortbildung nicht Teile aus Vorlesungen oder Vorträgen ohne Neuüberlegungen übernehmen. Während des Studiums ist die Denkweise der Studenten geprägt durch das Studienfach selbst. Später als Lehrer verändert sich die Sichtweise. Durch den Berufsalltag bedingt, reduziert sich die Mathematik im Laufe der Jahre auf den Schulstoff und dessen Umfeld. Vorteilhaft ist es daher - wenn möglich -, in Fortbildungsreferaten auf Anknüpfungspunkte an diesen Schulstoff hinzuweisen. Das bedeutet nicht, daß das Niveau der Veranstaltungen als niedrig einzustufen ist, schließlich haben die Teilnehmer alle einmal Mathematik studiert. Zu berücksichtigen ist lediglich, daß sie ihr Wissen erst reaktivieren müssen. Eine gewisse `Anlaufzeit' muß daher eingeplant werden.

 

Von Vorträgen, die nur gehört werden, vergißt man leicht wichtige und nützliche Details. Der Vortragsstil der meisten Referenten erlaubt, insbesondere wenn vorbereitete Folien verwendet werden, meist keine zusammenhängenden Mitschriften. Um den Teilnehmern aber Material zum Überdenken bzw. Nacharbeiten in die Hand geben zu können, sollten die Vortragsmanuskripte in sog. Kolloquiumsheften publiziert werden. Dadurch wird es auch Lehrern, die an der Teilnahme an einem Kolloquium verhindert sind, ermöglicht, zumindest inhaltlich nichts zu verpassen.

 

Lehrerfortbildung muß auch den Alltagsberuf des Mathematiklehrers ernst nehmen. Das Reflektieren über den Unterricht, der Umgang und die Auseinandersetzung mit der Schulmathematik bzw. mit ihrer Vermittlung gehören zu den normalen Tätigkeiten eines Mathematiklehrers. Hierzu erwartet er sich gerade von der Fortbildung Hilfen. Dabei geht es weniger um spezielle Inhalte der Schulmathematik als um zentrale Aktivitäten, die zum Teil auch über den Mathematikunterricht hinaus von Bedeutung sind. Dazu gehören u.a. strukturiertes Denken, Problemlösen, Erwerb von Begriffen, entdeckendes Lernen, korrektes Argumentieren, produktives Üben. Es geht um die Fähigkeit, Neues aufzunehmen und hervorzubringen, also darum, das Lernen zu lehren und zu lernen. Wir müssen wegkommen von dem meßbaren, planbaren, vorhersehbaren Lernen, das in festen Schritten von dem Nicht-Wissen zu einem Bescheidwissen führt. Die andere Art des Lernens heißt, sich einlassen auf Unbekanntes, Probieren, Experimentieren, Umwege riskieren, spielerisch sich an Neues heranwagen. Dies alles geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern anhand klassischer Lerninhalte. Mathematikunterricht bedeutet nicht nur mathematische Unterweisung, sondern er ist viel umfassender zu sehen, nämlich als mathematische Bildung.

 

Der gegenwärtige Mathematikunterricht hat ein Überdenken sowie Veränderungen dringend nötig. Dies haben in den letzten Wochen die zustimmenden Reaktionen vieler Schüler und Eltern auf den durch die Tageszeitungen verbreiteten dpa-Artikel mit der Überschrift Sieben Jahre Mathematik sind genug deutlich gezeigt. Bei keinem anderen Schulfach wäre m.E. eine so emotionsgeladene Diskussion denkbar - und der Mathematikunterricht hat in der Öffentlichkeit wenige Fürsprecher. Auch wenn der Auslöser des Artikels, die Habilitationsschrift H.W. HEYMANNs, gründlich mißinterpretiert wurde, müssen wir für den Presserummel dankbar sein. Mathematikunterricht ist im Gespräch, wir können für ein besseres Image sorgen, auch und inbesondere mit unterrichtsbezogener Fortbildung.

 

Dazu müssen wir Überlegungen folgender Art anstellen:
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Wie läßt sich der traditionelle Schulstoff attraktiver gestalten?
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An welchen Inhalten lassen sich allgemeinbildende Aspekte deutlich herausarbeiten?
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Was sind überhaupt allgemeinbildende Aspekte des Mathematikunterrichts?
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Soll die Orientierung des Unterrichts an der fachlichen Systematik aufgehoben oder zumindest gelockert werden?
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Variationen von Übungsformen.
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Ergeben sich durch die Verwendung von Unterrichtssoftware thematische Akzentverschiebungen?

 

Die Überlegungen müssen sich auf konkrete Inhalte des Lehrplans beziehen, um den oft gehörten Vorwurf der Praxisferne der Fortbildung nicht aufkommen zu lassen. Hier sind vor allem Kollegen im Schuldienst angesprochen, aus der eigenen Unterrichtspraxis zu berichten. Sie ziehen es leider oft vor, mehr fachlich orientierte Vorträge zu halten. Ein Umdenken ist dringend erforderlich. Die Beschäftigung mit Mathematikunterricht ist weder ehrenrührig noch unter Niveau; sie ist dringend notwendig, wie die ``Heymann-Diskussion'' zeigt.

 

Es ist i.a. nicht Sinn und Zweck der Fortbildung an der Universität, Unterrichtsmaterialien zu erarbeiten, Unterrichtseinheiten zu entwerfen oder auszuwerten. Das detaillierte Aufarbeiten für den Schulalltag bleibt die Aufgabe der Lehrer. Nur sie kennen die jeweilige Klassensituation, das Leistungsvermögen und die Leistungsbereitschaft ihrer Schüler. Eine zu kleinschrittige Ausarbeitung würde zudem zu einer gekünstelten Unterrichtssituation führen, die sich durch Praxisfremdheit auszeichnet, also gerade das Gegenteil des angestrebten Ziels bewirkt.

 

Erwartungen und Beobachtungen

 

Was erwarten Lehrerinnen und Lehrer von Fortbildungsveranstaltungen? Zu dieser Frage sind mir keine überregionalen Untersuchungen mit entsprechender Auswertung bekannt. Ich kann lediglich Erfahrungen aus einer langjährigen Fortbildungspraxis auf regionaler und zentraler Ebene einbringen, wobei wir die Teilnehmer an Veranstaltungen regelmäßig auffordern, schriftlich oder mündlich Meinungen und Wünsche zu äußern; gelegentlich auch in Form einer Umfrage. Im wesentlichen wurden folgende Beweggründe für den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen genannt: Anregungen und Hilfen für den Unterricht, fachliche Auffrischungen, Interesse an Geschichte der Mathematik, Kennenlernen von Unterrichtssoftware, Anwendungen von Mathematik in der Industrie, Ausbrechen aus dem Unterrichtsalltag, Meinungsaustausch mit Kollegen.

 

Diese Gründe bestätigen auch Kollegen anderer Universitäten, die sich in der Fortbildung engagieren. Etliche Anmerkungen und Anregungen zu den genannten Punkten finden sich in diesem Beitrag. An dieser Stelle möchte ich nur die Geschichte der Mathematik herausgreifen. Diese Thematik stößt auf großes Interesse. Es besteht echter Nachholbedarf, da die Mathematikgeschichte im Studium meist vollständig ausgeklammert wird (trotz des Hinweises in Prüfungsordnungen), in Lehrplänen jedoch mittlerweile historische Bezüge verankert sind. Der Rückgriff auf die Geschichte darf aber nicht um ihrer selbst willen geschehen, auch soll die Geschichte nicht als Dekorationsmittel verwendet werden, sondern als methodisches Hilfsmittel. Das Einbeziehen historischer Betrachtungen ermöglicht es, Mathematik als lebendige Wissenschaft zu erleben. Das Interesse am Fach läßt sich durch diese Vorgehensweise spürbar steigern, allgemeinbildende Aspekte des Mathematikunterrichts lassen sich deutlich aufzeigen.

 

Natürlich kommen die Teilnehmer in erster Linie wegen der angekündigten Vorträge, Diskussionen oder Workshops, aber eine Fortbildungsveranstaltung bietet auch vieles ``am Rande'', das einen Besuch zusätzlich lohnenswert macht. Da für die meisten mit dem Abschluß des Studiums der Kontakt zur Fachmathematik, zur Universität endet, bieten ein Kolloquium oder ein Workshop wieder die Möglichkeit der Begegnung mit der Universität, mit dem einstigen Studienfach. Dieser mehr persönliche Gewinn läßt sich zwar nicht messen, sollte aber nicht unterschätzt werden. Ebenso ist der Blick über den ``Zaun'' der eigenen Schule wichtig. Nicht oft ergibt sich die Gelegenheit, mit vielen Kollegen/-innen von anderen Schulen Erfahrungen auszutauschen.

 

Im Umfeld der Fortbildungsveranstaltungen finden nicht nur Gespräche zwischen Kollegen aus Schulen, sondern auch mit Universitätsdozenten statt. Sie sind insbesondere Ansprechpartner bei Literaturfragen zu bestimmten Themen, sie geben Hinweise für Arbeitsgemeinschaften sowie Informationen über das Studium. Diese Kontakte verlaufen nicht einseitig, die Universitätsdozenten bekommen Eindrücke vom Schulalltag aus erster Hand. Dies ist sicher von Vorteil hinsichtlich der Erwartungen an Studienanfänger.

 

Die meisten Schulen haben, wenn überhaupt, nur wenige Fach- oder Didaktikzeitschriften abonniert. Der Aufenthalt an der Universität gibt den Teilnehmern an Fortbildungsveranstaltungen die Möglichkeit, in der Bibliothek Zeitschriften und Bücher zu studieren sowie sich über Neuerscheinungen zu informieren. Kurze Einführungen sollten organisiert werden, um die angebotenen Möglichkeiten optimal nutzbar zu machen.

 

Positiv aufgenommen werden auch Ausstellungen von Schulbuchverlagen im Rahmen der Veranstaltungen. Neue Unterrichtswerke können in Augenschein genommen werden, Verlagsvertreter stehen zu Gesprächen bereit.

Organisationsformen

 

Nicht nur Themen und Inhalte, auch die Art der Veranstaltungen müssen immer wieder überdacht werden. Neben den traditionellen Vorträgen im Vorlesungsstil eignen sich vor allem Workshops für ein intensives und effektives Arbeiten. Die Teilnehmer haben beispielsweise die Möglichkeit, nach Einführungsreferaten sich einzeln oder in kleinen Gruppen mit Hilfe bereitgestellter Literatur oder sonstiger Arbeitsmittel in bestimmte Themen einzuarbeiten. Projektleiter stehen als Berater zur Verfügung. Anschließend werden die Einzelergebnisse allen Teilnehmern vorgestellt und in einem Projektbericht zusammengefaßt. Diese Arbeitsweise ist nicht nur äußerst produktiv, sie hat noch einen weiteren Vorzug: Arbeitstechniken, die in der Schule Anwendung finden sollen, können auf diese Weise die Lehrer zunächst an sich selbst erfahren und ausprobieren.

 

Die einzig sinnvolle Veranstaltungsart sind Workshops, wenn mit Programmpaketen oder im World-Wide-Web gearbeitet wird. Denn nur durch aktives Mitmachen am PC lassen sich die Erfahrungen gewinnen, die die Teilnehmer dann befähigen, an ihrer Schule selbständig mit den Programmen zu arbeiten.

 

Kolloquien zur Lehrerfortbildung werden von vielen Universitäten, oft in Zusammenarbeit mit Lehrerverbänden, angeboten. Es gibt Vortragsreihen mit Einzelreferaten über ein ganzes Semester verteilt oder spezielle Kolloquiumstage (meist einmal im Semester), an denen jeweils über einen ganzen oder halben Tag verteilt, mehrere Vorträge stattfinden. Ein- bzw. halbtägige Kolloquien veranstalten auch verschiedene Landesverbände des Fördervereins MNU. Eine lange Tradition hat die Jahrestagung dieses Fördervereins. Da dieser Kongreß immer in der Karwoche abgehalten wird, die in allen Bundesländern in die Osterferien fällt, treten keine Probleme wegen Unterrichtsbefreiungen für die Teilnehmer auf. Die Jahrestagungen der GDM und der DMV liegen terminlich nicht so günstig, entsprechend deutlich geringer fallen daher die Besucherzahlen der aktiven Lehrer aus, obwohl beide Verbände in den letzten Jahren verstärkt diese Zielgruppe ansprechen.

 

In den einzelnen Bundesländern gibt es zentrale Einrichtungen, die ausschließlich mit Fortbildungsaufgaben betraut sind. In Bayern ist dies z.B. die Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen/Donau. Fachreferenten der Akademie organisieren einwöchige Lehrgänge zu bestimmten Themen, die Vortragenden kommen meist von Schulen, Hochschulen oder aus der Wirtschaft. Ein Novum im Fach Mathematik fand dort im November 1995 statt: Unter der Leitung von U. HORNUNG (München) gaben Experten einen Überblick über Geschichte und neueste Entwicklungen der Variationsrechnung. Die schon legendären physikalischen ``Lüscher-Lectures'' der Akademie dienten als Vorbild. Die Thematik Chaos und Fraktale wird an der Lehrerakademie Bremen gepflegt. Diese von H.-O. PEITGEN gegründete Institution hat mit ihren einwöchigen Tagungen mittlerweile ein Stammpublikum aus ganz Deutschland.

 

Es wurde bereits betont, daß sich Fortbildungsaktivitäten nicht nur auf die Fachwissenschaft beschränken. Zwei besonders erwähnenswerte Beispiele von der ``anderen Seite'' des Fortbildungsspektrums sind als Ausstellung konzipiert, nämlich die ``sanfte Mathematik'' (B. ANDELFINGER, Ulm), sowie ``Anregungen und Materialien zu geometrischen Aktivitäten'' (A. BEUTELSPACHER, Gießen). Zu den Ausstellungen gehören Einführungsvorträge, die die zugrundeliegende `Philosophie' erläutern.

Ausblick

 

Wenn Universitäten in der Lehrerfortbildung aktiv werden, dann dürfen die Veranstaltungen nicht zu einer Art Selbstdarstellung des Veranstalters oder des Instituts zweckentfremdet werden. Entscheidend für den Erfolg ist es, daß Probleme und Fragestellungen behandelt werden, die für die Schule (in einem weiten Sinn) wirklich relevant sind. Die Themen müssen auf den Adressatenkreis abgestimmt sein, denn sonst kommt - mit Recht - beim nächsten Termin fast niemand mehr.

 

Noch wird Lehrerfortbildung meist als ein zusätzliches Angebot betrachtet, das als willkommene Abwechslung zum Schulalltag genutzt wird. Ausnahmen bilden staatlich verordnete Fortbildungen anläßlich der Aufnahme neuer Inhalte in die Lehrpläne. Unterrichten läßt sich nach Ansicht vieler Lehrer allein auf dem Fundament des Studiums und einer langjährigen eigenen Erfahrung. Aber reicht diese Basis zukünftig aus? Die Entwicklung auf dem Multimediasektor (World-Wide-Web, Edutainment, etc.) wird das Lernen und damit zwangsläufig die Schule stark beeinflussen. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen und erfordern ein anderes Unterrichten. Aufgaben und Selbstverständnis der Lehrer werden sich ändern, vielleicht schneller als wir uns dies heute vorstellen. Die Life-long-learning-society macht bei der Lehrerschaft keine Ausnahme. Fortbildung bleibt nicht länger das Hobby der besonders Interessierten; Fortbildung wird für alle notwendig, um überhaupt weiter unterrichten zu können.

 

Computer-Algebra-Systeme und Geometriesoftware sind ein bescheidener Anfang, aber bereits mit großen Auswirkungen auf den Unterricht. Das starke Interesse an Workshops über die Einführung in diese Systeme zeigt, daß viele Lehrer die Zeichen der Zeit erkannt haben.